2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000

 

„SATELLIT KUNSTVEREIN“

Ein Projekt mit Jugendlichen von Ruppe Koselleck

 

Im Jahr 2009 wird der Westfälische Kunstverein auf die Straße gehen. Damit folgt er konsequent dem Verlust seines Raums durch den Abriss des Landesmuseums. Er nutzt die Phase des Neubaus bis 2013, wenn er neue Räume beziehen wird, zur Neubefragung und Neudefinition dessen, was der Kunstverein ist und sein kann.

 

In diesem Sinne soll das Projekt Satellit Kunstverein Jugendlichen die Möglichkeit bieten, einen Satellit des Kunstvereins im öffentlichen Raum zu gestalten. Materialien aus den Beständen des Kunstvereins, wie Aufbaumaterialien, Sockel, Verpackungsmaterial, Relikte von Kunstinstallationen, alte Schreibmaschinen, aber auch Möbel und Baumaterial vom Abriss des Landesmuseums, werden vorübergehend eingelagert und dienen als Baustofflager für den Satelliten. Dieser entsteht jeweils temporär über den Zeitraum von zehn Monaten zunächst in einer Werkstatt und dann an verschiedenen Stellen im Stadtraum.
Der Künstler Ruppe Koselleck, der bereits im Rahmen von „Kultur und Schule“, dem Pilotprojekt des Landes NRW, bestehende Kontakte zu Jugendlichen der Sekundarstufe II aufgebaut hat, wird mit einer festen und einer offenen Gruppe von Jugendlichen dieses Projekt anleiten. Es führt dabei eine künstlerische Praxis fort, die sich an der Schnittstelle von Gebrauch und Verbrauch sowie künstlerischer Produktion und Wertigkeit angesiedelt hat.
Zielgruppe sind Jugendlichen der Jahrgangsstufen 11 bis 13, die, indem sie zum kreativen Umgang mit einigen Resten der Tätigkeit des Kunstvereins angeleitet werden, selber zu Produzenten von Kunst im öffentlichen Raum werden. Zum anderen entsteht durch den, an verschiedenen Stellen aufschlagenden Satelliten, eine Kommunikations-plattform für Passanten und Mitglieder, die auf verschiedene Weise genutzt werden kann. In Zeiten der „Unsichtbarkeit“ wird so der Kunstverein auf eine lebendige Weise wieder sichtbar.
Die Herausforderung und die Chance beim Satelliten Kunstverein besteht darin, dass die Vermittlung aus der Produktion und nicht aus dem Vermitteln des bereits Produzierten geschieht. Darin ist sie der Handlungsweise und Herangehensweise an zeitgenössische Kunst als paralleler Prozess näher, indem sie Wirkungsweisen öffentlicher Kunst an der „Baustelle“ aushandelt.
Satellit Kunstverein ist ein Vermittlungsprogramm entwickelt von Ruppe Koselleck für den Westfälischen Kunstverein. Gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen sowie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine im Rahmen des Projektes Collaboration.

 

www.satellit-kunstverein.de

 

18. Dezember 2009

Abschlusspräsentation des Vermittlungsprogramms „SATELLIT KUNSTVEREIN“

Alter Fischmarkt 13, 4. OG, 48143 Münster 
(ehemaliges Gebäude der Deutschen Bank, Seiteneingang)

 

Öffnungszeiten:

18. Dezember 14 Uhr, Eröffnung

19. Dezember 14-18 Uhr

20. Dezember 14-18 Uhr

 

Über ein Jahr lang verfolgte Ruppe Koselleck das Konzept einer experimentellen künstlerischen Kunstvermittlung unter dem Titel „Satellit Kunstverein“. Der Satellit arbeitete im Auftrag des Westfälischen Kunstvereins ein Vermittlungsprogramm für Jugendliche und Schüler aus und bot sieben unterschiedliche Workshops an. Das Projekt war Teil des Initiativprogramms COLLABORATION, das von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) sowie dem Land NRW gefördert wurde. Die Vermittlungsarbeit zielte dabei in praktisch orientierten Workshops auf zeitgenössische künstlerische Strategien sowie allgemein auf die Arbeit und Herangehensweise eines Kunstvereins.
 
Bei der Abschlusspräsentation werden Ergebnisse aus den aktuellen Workshops mit dem Kunst-Leistungskurs der Marienschule (Frau Kückelhaus), dem Kunstkurs der 13. Klasse am Paulinum (Frau Lohaus) und einem Kurs der 12. Klasse vom Schlaungymnasium (Frau Bay Strauss) vorgestellt. Zusätzlich zu den aktuellen Arbeitsergebnissen werden einige der besten Arbeiten aus den Workshops des gesamten Jahres des Satellit Kunstverein präsentiert. Neben Jugendlichen von der Albert Schweitzer Schule, der Fürstin von Gallizin Realschule, dem Annette Gymnasium, dem Rats Gymnasium, dem Schlaun Gymnasium, der Marienschule und dem Paulinum kooperierte der Satellit auch mit Schul-unabhängigen Jugendlichen und Künstlern  sowie u. a. mit dem Projekt Kultur und Schule / VIELFALT TUT GUT. Alle haben sich maßgeblich für den Satellit Kunstverein eingesetzt.

 

30. Juni 2009

„SATELLIT KUNSTVEREIN“
Dritter Satelliteneinschlag

Performative Promenade „Wandertag – oder ein Ding ins Rollen bringen“

 

Am 30. Juni 2009 werden wir um 10 Uhr vor der Deutschen Bank starten und durch die Salzstrasse ziehen, beim Iduna Hochhaus kurz pausieren, um über den Park an der Warendorfer Strasse bis zum Kaiser Wilhelm Ring an den temporären Sitz des Westfälischen Kunstvereins zu wandern.
Der vierte Satellitenkurs setzt sich aus zwei Kunstkursen der 11. Jahrgangsstufe des Annette Gymnasiums in Münster zusammen. Die künstlerische Leitung des Kurses haben Marcellus Erning (vom Annette) und Ruppe Koselleck (vom Satelliten Kunstverein).
Neben einer mobilen Dixi Klo Installation, einem Schubkarrengarten sowie einem beweglichen Kinderbett werden vielerlei Dinge ins Rollen gebracht, die wir an dieser Stelle noch nicht bekannt geben wollen.
Vielleicht können Sie auf den Startpunkt um 10 Uhr am Bült/Fischmarkt hinweisen bzw. darauf verweisen, dass am 30. Juni arglose Passanten überraschend mit Kunst konfrontiert werden könnten, wenn Sie sich in der Zone (Salzstrasse, Iduna, Parkanlage Warendorfer Strasse) zwischen 10 und 12 Uhr fortbewegen.

Am Zielort dem Westfälischen Kunstverein am Kaiser Wilhelm Ring 9 kann man dann noch von 13 bis um 14 Uhr die Arbeiten der SchülerInnen sehen.

www.satellit-kunstverein.de

 

26. Mai 2009

„SATELLIT KUNSTVEREIN“

Zweiter Satelliteneinschlag

 

Am 26. Mai 2009 wird der Künstler Ruppe Koselleck im Rahmen seines Vermittlungsprojekts “Satellit.Kunstverein” Ergebnisse aus Workshops mit Jugendlichen vorstellen. Um 12 Uhr und um 18 Uhr werden die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasium Paulinum künstlerische Inseln auf dem Aasee schwimmen lassen.
Ort: Segelschule Overschmidt, neue Treppen am Aasee.
 
Die Ausstellung findet auf dem Aasee statt und die Arbeiten werden gleich zwei Mal auf dem See präsentiert. Einmal um 12 Uhr sowie danach kurz vor der Mitgliederversammlung von 18 – 19 Uhr.
 Zusätzlich können Sie noch bis zum 26. Mai Arbeitsergebnisse vorangegangener Satellitenkurse im Schaufenster der Handwerkskammer an der Weselerstrasse sehen.

Im Rahmen des Satelliten Programms lernen die Schülerinnen und Schüler die Arbeit eines Kunstvereines kennen. Vom Atelierbesuch über Ausstellungsbesuche bis hin zur Produktion und Präsentation eigener künstlerischer Arbeiten können sich die Kursteilnehmer ein Bild von Kunstvereinsarbeit machen.

 

7. Mai 2009

„SATELLIT KUNSTVEREIN“

Körpermaße im Dachlattenformat am Kanal

 

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse von der Albert Schweitzer Schule zeigten heute, am 7. Mai 2009, die Ergebnisse ihres Workshops an den Kanalwiesen auf der Höhe der Manfred von Richthofen Strasse. Sie arbeiteten über neun Wochen im Rahmen des Satellitenprogramms des Westfälischen Kunstvereins. Neben der Produktion eigener Arbeiten besuchte der Kurs die Ateliergemeinschaft Schulstrasse 22 und die Ausstellung von Jon Pylypchuk in der Städtischen Ausstellungshalle. Der Kurs wurde von der Lehrer- und Künstlerin Anke Gollub und Ruppe Koselleck aus dem Satellit-Kunstverein organisiert.

 

30. März 2009

„SATELLIT KUNSTVEREIN“

Erster Satelliteneinschlag

 

Im Rahmen des Projektes Satellit Kunstverein lädt der Leistungskurs des Mariengymnasiums zur Ausstellung ein. Dieser erste Satelliteneinschlag findet am Montag, den 30. März 2009 zwischen 10:30 und 11:30 Uhr am Kanonengraben / Promenade statt.
 
Die Jugendlichen arbeiten mit ihren eigenen Körpermassen, die sie auf 16 Holzknochen aus Dachlatten übertragen, aus denen sie das „eigene Maß der Dinge“ künstlerisch frei gestalten können.
  
Ab Mai wird der Satellit Kunstverein über eigene innerstädtische Räume verfügen und eine feste Sprechstunde einrichten. Neben den Schulgruppen wird es eine freie Arbeitsgruppe in den Räumen des Satelliten geben, zu der man sich im Kunstverein anmelden kann.


Jahr

2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000

 

 

2009

 

16. Mai — 26. Juli 2009

Peggy Frank
In Rocking Motion

 

 

17. Juni um 19 Uhr, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Vortrag Jan Verwoert,
"Was heißt denn hier Handeln?"

 

 

26. Juli um 19 Uhr

Finissage am Sonntag,
Künstlergespräch mit Peggy Franck

 

 

27. Mai / 24. Juni / 22. Juli jeweils 18 Uhr

Führungen mit Katja Schroeder

 

 

Mittwochs 18 Uhr

Öffentliche Führungen

 

 

11. September — 15. November 2009

Flüchtige Zeiten

 

 

31. Oktober, 12 – 18 Uhr, Ort: N. N.

„Wo wenn nicht jetzt?“

Symposium

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Symposium in Zusammenarbeit mit der AZKM (Gastkurator: Christoph Platz) und dem Kulturamt der Stadt Münster statt. Thematisch befasst sich die Veranstaltung in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit der Frage nach der Bedeutung des Ortes für die Kunst sowie mit temporären Strategien des Ausstellungsmachens.

 

Flüchtige Kultur

Vortragsreihe

 

Im Hinblick auf die Ausstellung wurde ein Vortrags- und Diskussionsprogramm entwickelt, welches an das Thema anknüpfend unterschiedliche Aspekte der Stabilität und Flüchtigkeit von Kultur theoretisch verhandelt.

 

 

7. April, Westfälischer Kunstverein, Domplatz 10

Astrid Wege

European Kunsthalle, Köln

 

 

23. April, Kunstakademie, Leonardocampus, Hörsaal

Gudrun Bott

Künstler- und Ausstellungshaus Schloss Ringenberg

 

 

17. Juni, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Jan Verwoert

Autor und Kunstkritiker, Berlin

 

 

3. September, N. N.

Kasper König

Museum Ludwig, Köln

 

 

22. September, Stadthauskantine, Stadthaus 1

Susanne Gaensheimer

MMK, Frankfurt am Main

 

Nicolaus Schafhausen

Witte de With, Rotterdam / Kurator deutscher Pavillon
Venedig Biennale 07/09

 

 

29. Oktober, Verwaltungsgebäude, Herwarthstr. 8

Helmut Draxler

Merz Akademie, Stuttgart

 

 

11. November, N.N.

Catrin Lorch

freie Kunstkritikerin

 

Axel John Wieder

Künstlerhaus Stuttgart

 

Die Vortragsreihe wird gefördert mit freundlicher Unterstützung von der Kulturstiftung der Sparkasse Münster.

 

 

4.—19. April 2009

Kehraus
Abschied von stabilen Wänden

 

 

Freitag, 3. April, 19 Uhr

Eröffnung

 

20 Uhr

Messieurs Delmotte (Performance)

 

12 X Red Wine (un/performance) – Act of Services, lautet der Titel der Arbeit des belgischen Künstlers Messieurs Delmotte. In einer zehnminütigen Live-Performance bildet er selbst auf einem Podest das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Titel ist Programm: in dem er 12 Rotweinflaschen elegant und brachial zugleich leert. Die Multimedialität, die sich durch Delmottes Arbeiten zieht, wurde bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vorgestellt. Video, Fotografie, Installationen und Performances bilden ein weites Spektrum an Werken, das von seiner Liebe zur Gefahr und seiner kompromisslosen und gleichzeitig charmanten Art profitiert.

 

 

Samstag, 4. April, 19 Uhr

Kehraus

(Dokumentarfilm, 1990, 30')

 

Kehrein, Kehraus

(Dokumentarfilm, 1997, 70')

 

1990 entstand die Dokumentation Kehraus über Straßenfeger in Leipzig. Kurz nach der Wende zeigt er ein raues Bild deutscher sozial-politischer Realität. 1996 kehrt Kroske mit dem Film Kehrein/Kehraus zurück und dreht schließlich weitere zehn Jahre danach 2006 den Film Kehraus, wieder. Die Filmreihe hat sich zu einer Langzeitbeobachtung entwickelt, ohne dass dies die grundsätzliche Idee beim ersten Film war. Die drei Filme stellen dennoch eine eindringliche Dokumentation einer Lebensrealität dar, die soviel Geschichte wie Gegenwart in sich trägt.

 

Gerd Kroske, geboren 1958 in Dessau, ist Dokumentarfilmregisseur. Von 1987-1991 war er als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio tätig. Eigene Regiearbeiten entstanden ab Herbst 1989. Seit 1991 arbeitet er unabhängig als Autor und Regisseur. Seit 1996 ist er Produzent von realistfilm.

 

 

Sonntag, 5. April, 19 Uhr

Hans-Christian Dany
liest aus seinem Buch Speed

(erschienen 2008, Edition Nautilus)

 

 

Dienstag, 7. April, 19 Uhr

Vortrag: Astrid Wege

European Kunsthalle Köln

 

Astrid Wege, Kuratorin und Publizistin, ist seit Herbst 2007 Mitglied der Programmleitung der European Kunsthalle. Lanciert als Projekt einer Kunsthalle für Köln zunächst ohne eigenen Raum, verortet sich die European Kunsthalle seit Sommer 2008 in einer temporären Raumstruktur von Dorit Margreiter im öffentlichen urbanen Raum auf dem Kölner Ebertplatz. Unter dem programmatischen Titel „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ findet dort mit innovativen Ausstellungsformaten eine konzeptuelle Erweiterung des Modells Kunsthalle statt. „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ zielt auf einen kommunikativen Austausch zwischen Kunst und Publikum und begreift sich als Handlungsraum, in dem durch und mit Kunst Öffentlichkeit entsteht – Fragestellungen, die von zentraler Bedeutung sind für eine Institution zeitgenössischer Kunst und Gegenstand auch von Astrid Weges Präsentation im Westfälischen Kunstverein.

 

 

Donnerstag, 9. April, 19 Uhr

Kehraus, wieder

(Dokumentarfilm, 2006/07, 99'30'') Regie: Gerd Kroske

 

 

Freitag, 17. April, 21 Uhr

Freihaus ms im Westfälischen Kunstverein

 

Hammerhaus

audio-visuelles Konzert

 

Hanfreich

beats & loops

 

Laurenz Theinert

visual piano

 

Am Grenzbereich zwischen Geräusch und Musik, machen Hammerhaus aus Stuttgart Klangkunst, die den Raum sowohl visuell als auch akustisch vereinnahmt. Hanfreich, der musikalische Kopf von Hammerhaus, mischt minimalistische und experimentelle elektronische Sounds zu Club-Beats, die in enger Verbindung zu der visuellen Ästhetik des Lichtkünstlers Laurenz Theinert steht. Mit seinem Visual Piano erzeugt er grafische Elemente in Echtzeit, eine Inszenierung aus dynamischen Linien, Flächen und Farben.

 

 

Samstag, 18. April, ab 21 Uhr

Abschlussparty

 

21 Uhr

Michele Di Menna

Performance

 

22 Uhr

Sandra Kranich

Feuerwerk

 

Die Arbeit von Sandra Kranich hat einen zeichnerischen Ausgangspunkt, der durch die Übersetzung in ‚Feuerwerksskulpturen’ eine eigenständige Form findet. Meist existieren ihre Installationen nur für wenige Momente und haben performativen Charakter. Am vorletzten Abend des Programms wird Sandra Kranich zum Abschied in den Räumen des Westfälischen Kunstvereins ein Feuerwerk inszenieren. Diese Arbeit entsteht in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jochem Hendricks.

 

22-2 Uhr

Baba Electronica & DJ Lonely

(Baile Funk, Baltimore, Kuduro, Detroit, Kwaito, TechnoBrega, Acid House, Noise Funk, Stripper Techno and other sleazy styles...)

 

 

Sonntag, 19. April, 20 Uhr

Aki Takase & Silke Eberhard
Ornette Coleman Anthology

Konzert

 

Silke Eberhard

Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette

 

Aki Takase

Klavier

 

Zum Abschluss noch einmal ein Höhepunkt. Mit der seit 1987 in Berlin lebenden japanischen Pianistin Aki Takase präsentiert der Jazzclub im Westfälischen Kunstverein eine Klassikerin des modernen Jazz. Einerseits steht die 1948 in Osaka geborene Takase mit ihren Projekten und Eigenkompositionen an vorderster Front der aktuellen Jazzentwicklung, andererseits verbindet sie ihre intensive Beschäftigung mit musikalischen Vorläufern (u.a. CD-Aufnahmen der Musik W.C. Handys, Fats Wallers, Eric Dolphys) in das Zentrum der Jazztradition. Vor drei Jahren hat sie sich nun mit der jungen Saxophonistin und Klarinettistin Silke Eberhard zusammengefunden, um die frühen Werke des Jazz-Innovators Ornette Coleman neu zu interpretieren. Silke Eberhard gilt ihrerseits als eine der vielversprechendsten Musikerinnen ihrer Generation. Seit 2000 ist sie auf internationalen Bühnen unterwegs und überzeugt mit großartigen Veröffentlichungen unter eigenem Namen (z.B. Silke Eberhard Trio „Being“, JWO 27). In ihrer Zusammenarbeit gelingt es den beiden Musikerinnen sowohl die geheimnisvolle Schönheit der Musik Colemans als auch ihre eigene Kreativität in den Vordergrund zu stellen. Eine faszinierende Reise in den Kosmos einer Jazzlegende und zugleich die Entdeckung eines traumwandlerischen Duos im Hier und Jetzt.

 

 

2008

 

12. Oktober — 23. November 2008

Alexander Wolff
Fragmente der Geschichte
für Sie zur Wiederholung
als Performance

 

 

11. Oktober, 19 Uhr

Eröffnung

Live-Musik von Golden Neuss
Begrüßung: Reinhold Hoeps
Einführung: Carina Plath

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 16. Oktober
, 18.30 Uhr

Führung durch die Ausstellung

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 20. November
, 18.30 Uhr

Filmabend The Creative Act

Christian Mayer/Alexander Wolff: 
Exhibition For An Art Lover (2005)
Heimo Zobernig: de nada (1981)
Adriana Lara: Art Film 1: 
Ever present yet ignored (2006)
Mandla Reuter: Tearstick (1999)

Nils Norman/Stephan Dillemuth: 
Headshots at an Art Opening (2008)

Judith Hopf: Hey Produktion (2001)

Sean Snyder: Exhibition (2008)
Falke Pisano: Chillida (Forms and Feelings) (2006)
Paul McCarthy: Painter (1995)