2014,2013,2012,201120102009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000

 

19. und 20. November 2004

Revision. Stadt, Land, Kunst

 

Ein internationales Symposium mit Künstlern, Kuratoren, Kulturwissenschaftlern und Kunsthistorikern zur Rolle der Kunst im öffentlichen, sozialen und urbanen Raum.

 

Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Münster in Kooperation mit dem Westfälischen Kunstverein und dem Europäischen Haus der Stadtkultur, unterstützt durch die Regionale 2004

nähere Informationen unter: www.muenster.de.

 

Dritter Donnerstag: 18. November, 

18.30 – 20 Uhr

Jahresgaben extra

Jahresgaben von den 1960er Jahren bis heute

 

Nach dem von Ruppe Koselleck erfolgreich geführten Büro während der Ausstellung Jahresgaben 2003, lädt der Kunstverein Sie in diesem Jahr ein, sich einen Einblick in die gesammelten Jahresgaben von den 1960er Jahren bis heute zu verschaffen. Beide Termine werden durch eine Einführung von Carina Plath begleitet.

 

Dritter Donnerstag: 21. Oktober, 18.30 Uhr

Gespräch zur Förderpreisausstellung 2004 WOCHENMARKT

mit Carina Plath, Direktorin des Westfälischen Kunstvereins

 

20 Uhr, Vortragssaal des Westfälischen Landesmuseums

Filme von Józef Robakowski

From my window (Z mojego okna), 1978-2000, 19’’

I am going (Ide), 1973, 2’53’’
A Test (Test), 1971, 2’10’’
The Market (Rynek), 1970, 4’21’’

 

Der polnische Filmemacher Józef Robakowski, der seit den 1970er Jahren Experimentalfilme gedreht hat, besitzt internationales Renommé durch sein vielfältiges und über die Jahre konsequent entwickeltes Werk. Der Kunstverein konnte ihn für zwei Abende während des NOWA HUTA-Projekts gewinnen, an denen seine Filme auf gute Resonanz stießen. Alle, die diese besonderen Abende verpasst haben, haben jetzt noch eine Chance, einige der außergewöhnlichen Filme zu sehen.

 

16. Oktober, 3. November, 13. November

„Meine Blumen“

von André-Philip Lemke

 

16. Oktober, 20. Oktober, 27. Oktober

„Münsteraner Marktbesucher“

Aktion von Alexandra Kürtz

 

16. Oktober, 14 Uhr

Wochenmarkt: Künstlergespräch

 

15. Oktober, 19 Uhr

Eröffnung: Wochenmarkt

Begrüßung: Klaus-Dieter Metker

Einführung: Carina Plath
Verleihung des Förderpreises 2004 an Susanne Kutter

 

3. Oktober, 16 Uhr

Finissage: Nowa Huta

Rück- und Ausblick auf das Projekt NOWA HUTA von Carina Plath, Direktorin des Westfälischen Kunstvereins
 / Getränke und Gespräche

 

30. September, 19 Uhr

Exchange Gallery Teil II

— Filmvorführung – Construction in Process (1981), über die größte Demonstration künstlerischer Freiheit in Polen vor dem Kriegsrecht

— Film zu den Straßenhappenings der ‚Orange Alternative’ (1989)

— Polnisches found footage und das postmoderne Kulturmodell

 

29. September, 19 Uhr

Exchange Gallery Teil I

— Einführung und Eröffnung der Präsentation von Künstler- und Theoriebüchern, größtenteils ‚Samizdat’-Publikationen (Veröffentlichungen in Zeiten von Zensur)
— Film zum polnischen Konstruktivismus (W. Strzeminski, K. Kobro)

— Vortrag zum polnischen, unabhängigen Film

 

Präsentation: 29. und 30. September

Jozef Robakowski und Exchange Gallery

 

Die Galeria Wymiany/Exchange Gallery wurde 1978 von Jozef Robakowski in Lodz gegründet. Robakowski (*1939 in Posen) studierte Kunstgeschichte und Museologie in Torun und später Film in Lodz. Er arbeitete als Lehrer und Filmemacher und begründete mehrere Künstlergruppen mit, die im Bereich der Performance und des Films arbeiteten. Außerdem begann er Dokumente wie Tonbandaufnahmen, Plakate und sonstige Ephemera, sowie Kunstwerke zu sammeln. Der Hintergrund privater Kunstaktivitäten von Künstlern gerade in Zeiten politischer Unruhe gab den Ausschlag für die Exchange Gallery, die an wechselnden privaten Orten sowohl die Kunstsammlung präsentierte als auch Filmvorführungen, Diskussionen und Aktionen veranstaltete. In Lodz konnte sie an die bedeutende, durch das international renommierte Museum Sztuki verankerte Tradition des Künstlerengagements anknüpfen, so an die berühmte Künstlergruppe „a.r.“, begründet von den Avantgarde-Künstlern Wladislaw Strzeminski und Katarzyna Kobro in den 1920er Jahren, und den Kontakt zur internationalen Kunstwelt durch Künstler wie Nam June Paik oder Paul Sharits halten.
Der international bekannte Filmemacher Jozef Robakowski kommt mit zwei Mitstreitern der Exchange Gallery nach Münster, um die Aktivitäten der Galerie durch den Wechsel der Zeiten, von den 1970er Jahren bis heute, anhand von Filmmaterial und mitgebrachten Publikationen und Ephemera zu präsentieren. Eine seltene Gelegenheit, die polnische Avantgarde aus nächster Nähe zu verstehen.

polnisch mit deutscher Übersetzung

 

Präsentation: 22. September, 20 Uhr

RASTER – mehr als eine Galerie in Warschau

Michal Kaczynski, Lukas Gorczyca, Galeristen und
Michal Budny, Künstler
(Präsentation und Gespräch in deutsch)

 

Seit fast zehn Jahren gibt es RASTER in Warschau. Die beiden Initiatoren, Besitzer und Galeristen Michal Kaczynski (*1974) und Lukas Gorczyca (*1972) begannen mit einem Online Magazin und veranstalteten dann später, ab 2001, in einem Apartment im Zentrum Warschaus Ausstellungen, Lesungen und Aktionen. Künstler wie die Gruppe Azorro, Cezary Bodianowski, Agata Bogacka, Rafal Bujnowski, Michal Budny, Malgorzata Jablonska, Marcin Maciejowski und Wilhelm Sasnal gehören unter anderen zum Programm der jungen Galerie, die etwas anderes und mehr als eine kommerzielle Kunstgalerie sein will. Bei RASTER kann man sich aufhalten, sich unterhalten, Ideen, Wissen und Werke jüngster polnischer Kunst erwerben. RASTER ist so auch ein Statement und eine Lebensform. Michal Kaczynski und Lukas Gorczyca werden ihre Tätigkeit mit Dias und Videos vorstellen. 
Zudem haben sie im Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstverein ihr Projekt D.O.M. Polski installiert – eine fotografische Arbeit, die seit 1999 ephemere und improvisierte Architekturen in Polen dokumentiert. 
Michal Budny (*1976 in Leszno), der als Künstler in Warschau lebt und arbeitet, ist durch seine fragilen Papierarbeiten bekannt geworden. Im Kunstverein hat er eine skulpturale Dacharbeit installiert, die die Wandpräsentation von RASTER in den Raum hinein fortsetzt.

 

15. September, 

20 Uhr

„To Censor Crucifixion.
Art and Politics in Poland“

Piotr Piotrowski, Professor für Kunstgeschichte,
 Adam Mickiewicz Universität, Posen
Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

 

Dritter Donnerstag: 19. August, 18.30 Uhr

Gespräch zum Projekt NOWA HUTA

mit Carina Plath

 

20 Uhr, Vortragsreihe NOWA HUTA – Kunst aus polnischer Sicht:

„On Impossible Architecture of Communication“

Adam Budak, Kurator, Kunsthaus Graz

 

14. August, 14 Uhr

Nowa Huta: Künstlergespräch

 

13. August, 19 Uhr

Eröffnung: Nowa Huta

Begrüßung: Heiner Diehle

Einführung: Carina Plath

 

Dritter Donnerstag: 15. Juli

Live Performance

mit 
Robert Lippok, 
Susan Philipsz, 
Peter Schumbrutzki

 

Drei der vier an Space to Face beteiligten Künstler werden den Raum zum Abschluss des Projekts live bespielen. Damit gibt es nicht nur erneut die Möglichkeit, die Künstler und Künstlerin mit ihren Projekten zu erleben, sondern auch die Interaktion und Arbeit mit dem Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstvereins aus nächster Nähe zu erfahren. Im Anschluss bleibt Zeit für Gespräche und „Chill out“.
Bei Space to Face sind in den leeren Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstvereins Klänge eingeführt, die ihn auf jeweils andere Weise zum Sprechen bringen. Internationale Künstler und Künstlerinnen, die sich im Bereich zwischen Musik und bildender Kunst verorten, sind eingeladen worden, Stücke für ihn zu konzipieren. In ihren Werken entstehen Klangbilder auf sehr unterschiedliche Weise: verbindet Stephen Vitiello (USA) durch seine Arbeit mit Fotozellen das Sichtbare und Hörbare, bezieht sich Susan Philipsz (GB) mit ihrer Reminiszenz an Brian Eno’s Music for Airports an die Tradition und emotionale Qualität der ‚Ambient’ Musik. Robert Lippok (D) und Peter Schumbrutzki (D), die beide in sehr verschiedenen Medien wie Film, Bühnenbild und Musik arbeiten, ziehen wiederum ihre Inspiration aus dem direkten, alltäglichen Umfeld, das sie beobachten und dessen Klänge sie aufnehmen.

 

29. Mai, 14 Uhr

Space to face: Künstlergespräch

 

28. Mai, 19 Uhr

Eröffnung: Space to face

Begrüßung: Julia Bolles-Wilson

Einführung: Carina Plath

 

Dritter Donnerstag: 15. April, 18.30 Uhr

Valérie Favre

Schiesserei im Schlafwald

Führung und Gespräch in der Ausstellung mit Carina Plath, Direktorin des Westfälischen Kunstvereins

 

27. März, 14 Uhr

Künstlergespräch mit Valérie Favre

 

26. März, 19 Uhr

Eröffnung: Valérie Favre

Begrüßung: Klaus-Dieter Metker
Einführung: Carina Plath

 

Dritter Donnerstag: 15. Januar, 18.30 Uhr

Mark Schlesinger
Paintings 1993—2003
New York – Texas

Führung und Gespräch in der Ausstellung mit Carina Plath, Direktorin des Westfälischen Kunstvereins

 

Mark Schlesinger stellt sich bewusst in die Tradition der amerikanischen Malerei, die sich nach der Pop art in einer Konfrontation zwischen dem Authentizitätsanspruch der Abstrakten Expressionisten wie Jackson Pollock und Barnett Newman und der Diskus-sion der Reproduzierbarkeit durch Andy Warhol befand. Für Schlesinger war die Frage nach der möglichen Fortsetzung einer spezifischen, auf dem Bild bestehenden Form der Malerei ohne Anachronismus bedeutend. Der späte de Kooning und sein materieller Umgang mit Farbe war dabei nur ein Impuls, der Einsatz von Farbe als ein dem industriellen Produkt inhärentes Material bei Donald Judd ein anderer. Nicht nur in den auf verschiedene Weise behandelten Oberflächen seiner Bilder, bei denen eine Farbe immer an eine mate-rielle Erscheinung gebunden ist und damit als zugleich Haptisches und Visuelles präsent, arbeitet Schlesinger bewusst mit Farbe als Material. Er treibt die Handhabung seines Werkstoffs bis zur Erfindung von Acrylfarben, die seinen Vorstellungen einer bestimmten Farbigkeit und Textur genügen. In der Ausstellung sind farbintensive Leinwände und Bildobjekte aus den Jahren 1993-2003 zu sehen, in denen Mark Schlesinger eine herausfordernde Entwicklung durchlaufen hat.

 

20 Uhr, Vortragssaal Landesmuseum, Filmvorführung:

WONG KAR WEI: IN THE MOOD FOR LOVE 
(F/Hongkong 2000), 98 min.

 

In Zusammenhang mit der Ausstellung von Mark Schlesinger zeigen wir den bekannten Film des chinesischen Regisseurs (*1958, Shanghai), der als Graphikdesigner begann und mit Chungking Express 1994 international bekannt wurde. In the Mood for Love zeichnet sich durch eine besondere Evokation des Hongkong der 1960er Jahre und seiner Farbigkeit und Atmosphäre aus. Der Film legt besonderen Wert auf Stoffe und Muster und steht in seinen bewussten Bildkompositionen der bildenden Kunst nahe. Mark Schlesinger fühlt sich der Ästhetik dieses Films verwandt in der Bewusstheit für Farbtöne und ihrer zeitlichen Bindung beziehungsweise Aktualität. Darüber hinaus wurde der Film gelobt als eine langsam und intensiv entwickelte Liebesgeschichte, die trotz ihrer oberflächlichen Schönheit und Distanziertheit die Zerrissenheit der beteiligten Personen spüren lässt.

 

9. Januar, 19 Uhr

Eröffnung: Mark Schlesinger

Begrüßung: Heiner Diehle
Einführung: Carina Plath

 

 


Jahr

2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000

 

 

2009

 

16. Mai — 26. Juli 2009

Peggy Frank
In Rocking Motion

 

 

17. Juni um 19 Uhr, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Vortrag Jan Verwoert,
"Was heißt denn hier Handeln?"

 

 

26. Juli um 19 Uhr

Finissage am Sonntag,
Künstlergespräch mit Peggy Franck

 

 

27. Mai / 24. Juni / 22. Juli jeweils 18 Uhr

Führungen mit Katja Schroeder

 

 

Mittwochs 18 Uhr

Öffentliche Führungen

 

 

11. September — 15. November 2009

Flüchtige Zeiten

 

 

31. Oktober, 12 – 18 Uhr, Ort: N. N.

„Wo wenn nicht jetzt?“

Symposium

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Symposium in Zusammenarbeit mit der AZKM (Gastkurator: Christoph Platz) und dem Kulturamt der Stadt Münster statt. Thematisch befasst sich die Veranstaltung in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit der Frage nach der Bedeutung des Ortes für die Kunst sowie mit temporären Strategien des Ausstellungsmachens.

 

Flüchtige Kultur

Vortragsreihe

 

Im Hinblick auf die Ausstellung wurde ein Vortrags- und Diskussionsprogramm entwickelt, welches an das Thema anknüpfend unterschiedliche Aspekte der Stabilität und Flüchtigkeit von Kultur theoretisch verhandelt.

 

 

7. April, Westfälischer Kunstverein, Domplatz 10

Astrid Wege

European Kunsthalle, Köln

 

 

23. April, Kunstakademie, Leonardocampus, Hörsaal

Gudrun Bott

Künstler- und Ausstellungshaus Schloss Ringenberg

 

 

17. Juni, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Jan Verwoert

Autor und Kunstkritiker, Berlin

 

 

3. September, N. N.

Kasper König

Museum Ludwig, Köln

 

 

22. September, Stadthauskantine, Stadthaus 1

Susanne Gaensheimer

MMK, Frankfurt am Main

 

Nicolaus Schafhausen

Witte de With, Rotterdam / Kurator deutscher Pavillon
Venedig Biennale 07/09

 

 

29. Oktober, Verwaltungsgebäude, Herwarthstr. 8

Helmut Draxler

Merz Akademie, Stuttgart

 

 

11. November, N.N.

Catrin Lorch

freie Kunstkritikerin

 

Axel John Wieder

Künstlerhaus Stuttgart

 

Die Vortragsreihe wird gefördert mit freundlicher Unterstützung von der Kulturstiftung der Sparkasse Münster.

 

 

4.—19. April 2009

Kehraus
Abschied von stabilen Wänden

 

 

Freitag, 3. April, 19 Uhr

Eröffnung

 

20 Uhr

Messieurs Delmotte (Performance)

 

12 X Red Wine (un/performance) – Act of Services, lautet der Titel der Arbeit des belgischen Künstlers Messieurs Delmotte. In einer zehnminütigen Live-Performance bildet er selbst auf einem Podest das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Titel ist Programm: in dem er 12 Rotweinflaschen elegant und brachial zugleich leert. Die Multimedialität, die sich durch Delmottes Arbeiten zieht, wurde bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vorgestellt. Video, Fotografie, Installationen und Performances bilden ein weites Spektrum an Werken, das von seiner Liebe zur Gefahr und seiner kompromisslosen und gleichzeitig charmanten Art profitiert.

 

 

Samstag, 4. April, 19 Uhr

Kehraus

(Dokumentarfilm, 1990, 30')

 

Kehrein, Kehraus

(Dokumentarfilm, 1997, 70')

 

1990 entstand die Dokumentation Kehraus über Straßenfeger in Leipzig. Kurz nach der Wende zeigt er ein raues Bild deutscher sozial-politischer Realität. 1996 kehrt Kroske mit dem Film Kehrein/Kehraus zurück und dreht schließlich weitere zehn Jahre danach 2006 den Film Kehraus, wieder. Die Filmreihe hat sich zu einer Langzeitbeobachtung entwickelt, ohne dass dies die grundsätzliche Idee beim ersten Film war. Die drei Filme stellen dennoch eine eindringliche Dokumentation einer Lebensrealität dar, die soviel Geschichte wie Gegenwart in sich trägt.

 

Gerd Kroske, geboren 1958 in Dessau, ist Dokumentarfilmregisseur. Von 1987-1991 war er als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio tätig. Eigene Regiearbeiten entstanden ab Herbst 1989. Seit 1991 arbeitet er unabhängig als Autor und Regisseur. Seit 1996 ist er Produzent von realistfilm.

 

 

Sonntag, 5. April, 19 Uhr

Hans-Christian Dany
liest aus seinem Buch Speed

(erschienen 2008, Edition Nautilus)

 

 

Dienstag, 7. April, 19 Uhr

Vortrag: Astrid Wege

European Kunsthalle Köln

 

Astrid Wege, Kuratorin und Publizistin, ist seit Herbst 2007 Mitglied der Programmleitung der European Kunsthalle. Lanciert als Projekt einer Kunsthalle für Köln zunächst ohne eigenen Raum, verortet sich die European Kunsthalle seit Sommer 2008 in einer temporären Raumstruktur von Dorit Margreiter im öffentlichen urbanen Raum auf dem Kölner Ebertplatz. Unter dem programmatischen Titel „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ findet dort mit innovativen Ausstellungsformaten eine konzeptuelle Erweiterung des Modells Kunsthalle statt. „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ zielt auf einen kommunikativen Austausch zwischen Kunst und Publikum und begreift sich als Handlungsraum, in dem durch und mit Kunst Öffentlichkeit entsteht – Fragestellungen, die von zentraler Bedeutung sind für eine Institution zeitgenössischer Kunst und Gegenstand auch von Astrid Weges Präsentation im Westfälischen Kunstverein.

 

 

Donnerstag, 9. April, 19 Uhr

Kehraus, wieder

(Dokumentarfilm, 2006/07, 99'30'') Regie: Gerd Kroske

 

 

Freitag, 17. April, 21 Uhr

Freihaus ms im Westfälischen Kunstverein

 

Hammerhaus

audio-visuelles Konzert

 

Hanfreich

beats & loops

 

Laurenz Theinert

visual piano

 

Am Grenzbereich zwischen Geräusch und Musik, machen Hammerhaus aus Stuttgart Klangkunst, die den Raum sowohl visuell als auch akustisch vereinnahmt. Hanfreich, der musikalische Kopf von Hammerhaus, mischt minimalistische und experimentelle elektronische Sounds zu Club-Beats, die in enger Verbindung zu der visuellen Ästhetik des Lichtkünstlers Laurenz Theinert steht. Mit seinem Visual Piano erzeugt er grafische Elemente in Echtzeit, eine Inszenierung aus dynamischen Linien, Flächen und Farben.

 

 

Samstag, 18. April, ab 21 Uhr

Abschlussparty

 

21 Uhr

Michele Di Menna

Performance

 

22 Uhr

Sandra Kranich

Feuerwerk

 

Die Arbeit von Sandra Kranich hat einen zeichnerischen Ausgangspunkt, der durch die Übersetzung in ‚Feuerwerksskulpturen’ eine eigenständige Form findet. Meist existieren ihre Installationen nur für wenige Momente und haben performativen Charakter. Am vorletzten Abend des Programms wird Sandra Kranich zum Abschied in den Räumen des Westfälischen Kunstvereins ein Feuerwerk inszenieren. Diese Arbeit entsteht in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jochem Hendricks.

 

22-2 Uhr

Baba Electronica & DJ Lonely

(Baile Funk, Baltimore, Kuduro, Detroit, Kwaito, TechnoBrega, Acid House, Noise Funk, Stripper Techno and other sleazy styles...)

 

 

Sonntag, 19. April, 20 Uhr

Aki Takase & Silke Eberhard
Ornette Coleman Anthology

Konzert

 

Silke Eberhard

Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette

 

Aki Takase

Klavier

 

Zum Abschluss noch einmal ein Höhepunkt. Mit der seit 1987 in Berlin lebenden japanischen Pianistin Aki Takase präsentiert der Jazzclub im Westfälischen Kunstverein eine Klassikerin des modernen Jazz. Einerseits steht die 1948 in Osaka geborene Takase mit ihren Projekten und Eigenkompositionen an vorderster Front der aktuellen Jazzentwicklung, andererseits verbindet sie ihre intensive Beschäftigung mit musikalischen Vorläufern (u.a. CD-Aufnahmen der Musik W.C. Handys, Fats Wallers, Eric Dolphys) in das Zentrum der Jazztradition. Vor drei Jahren hat sie sich nun mit der jungen Saxophonistin und Klarinettistin Silke Eberhard zusammengefunden, um die frühen Werke des Jazz-Innovators Ornette Coleman neu zu interpretieren. Silke Eberhard gilt ihrerseits als eine der vielversprechendsten Musikerinnen ihrer Generation. Seit 2000 ist sie auf internationalen Bühnen unterwegs und überzeugt mit großartigen Veröffentlichungen unter eigenem Namen (z.B. Silke Eberhard Trio „Being“, JWO 27). In ihrer Zusammenarbeit gelingt es den beiden Musikerinnen sowohl die geheimnisvolle Schönheit der Musik Colemans als auch ihre eigene Kreativität in den Vordergrund zu stellen. Eine faszinierende Reise in den Kosmos einer Jazzlegende und zugleich die Entdeckung eines traumwandlerischen Duos im Hier und Jetzt.

 

 

2008

 

12. Oktober — 23. November 2008

Alexander Wolff
Fragmente der Geschichte
für Sie zur Wiederholung
als Performance

 

 

11. Oktober, 19 Uhr

Eröffnung

Live-Musik von Golden Neuss
Begrüßung: Reinhold Hoeps
Einführung: Carina Plath

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 16. Oktober
, 18.30 Uhr

Führung durch die Ausstellung

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 20. November
, 18.30 Uhr

Filmabend The Creative Act

Christian Mayer/Alexander Wolff: 
Exhibition For An Art Lover (2005)
Heimo Zobernig: de nada (1981)
Adriana Lara: Art Film 1: 
Ever present yet ignored (2006)
Mandla Reuter: Tearstick (1999)

Nils Norman/Stephan Dillemuth: 
Headshots at an Art Opening (2008)

Judith Hopf: Hey Produktion (2001)

Sean Snyder: Exhibition (2008)
Falke Pisano: Chillida (Forms and Feelings) (2006)
Paul McCarthy: Painter (1995)