2014,2013, 2011, 20102009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001,

2000, Restexemplare

 

 

Dritter Donnerstag

, 18. Dezember, 
17 Uhr

Führung zu den Jahresgaben 2003

mit Carina Plath

 

20 Uhr

Handeln in Münster – Ein Gespräch 
mit dem Galeristen Stefan Rasche

 

Dritter Donnerstag: 20. November, 17 Uhr, Filmpremiere

Wilhelm Sasnal – 8 Wochen ohne Regen

von Janusz Hamerski und Daniel Schulze Niehoff
im Auftrag des Westfälischen Kunstvereins
Vortragssaal des Landesmuseums; 18 min.

 

Zum ersten Mal hat der Westfälische Kunstverein einen Kurzfilm in Auftrag gegeben. Durch eine zufällige Begegnung mit Janusz Hamerski, der, in Polen geboren, in Münster lebt, bei der ReiheGlobale Stadt im Cinema entstand die Idee zu einem Film zur Kunstvereinsausstellung mit dem polnischen Maler Wilhelm Sasnal. Janusz Hamerski (*1960 in Ostroda) und Daniel Schulze Niehoff (*1978 in Telgte) waren dabei ideale Partner, da beide über reiche Erfahrung in diesem Bereich verfügen: leitet Janusz Hamerski die Medien AG am Schillergymnasium Münster und einem Gymnasium im polnischen Kattowitz, ist Daniel Schulze Niehoff in der Jugendmedienarbeit beim Offenen Kanal in Münster engagiert.

 

Entstanden ist ein kurzes Portrait des Malers und seiner Einstellung zur Malerei sowie die Dokumentation der viel beachteten Ausstellung im Westfälischen Kunstverein. Wilhelm Sasnal (*1972) benutzt das Medium der Malerei, um seine Umwelt zu begreifen. Dabei ist das einzelne Bild eine immer relative und manchmal flüchtige Begegnung mit dem Gegenstand, die auf der Subjektivität des Gesehenen insistiert. Der Künstler nimmt aus zahlreichen Quellen Bilder auf und registriert mit der Kamera seine Reisen und die alltägliche Umgebung in Tarnów. Der Maler, der in jüngster Zeit internationale Beachtung fand, arbeitet an einem vielgestaltigen malerischen Gesamtwerk, das sich in der Spannung zwischen stetiger Referenz auf eine Wirklichkeit und dem Insistieren auf einem subjektiven Realismus bildet.

 

Der Film befragt den Maler zu dieser Einstellung und gibt dem Zuschauer einen Einblick in das Handeln eines Künstlers, der zur ersten Generation von polnischen Künstlern gehört, die sich nach 1989 von dem Akademismus der dortigen Kunst befreien konnten.

 

Nach der Filmpremiere steht Daniel Schulze Niehoff für Fragen zur Verfügung.

 

Mit Rücksicht auf die Eröffnung Guillaume Bijl – Matratzenland, auf die wir hier ausdrücklich hinweisen (letzte Ausstellung in der Städtischen Ausstellungshalle am Hawerkamp, 19.30 Uhr) gibt es dieses Mal beim Dritten Donnerstag keinen Abendtermin.

 

20. November, 13.30 Uhr

Gespräch mit Wilhelm Sasnal

 

19. November, 19 Uhr

Eröffnung: Wilhelm Sasnal

Eröffnung: Tobias Viehoff
Einführung: Carina Plath

 

Dritter Donnerstag: 21. August, 16 Uhr, FIlmpremiere

Führung und Gespräch

in der Ausstellung JOACHIM BROHM – AREAL
mit Carina Plath, Direktorin des Westfälischen Kunstvereins

 

Der Fotograf Joachim Brohm (*1955) hat über einen Zeitraum von elf Jahren eine Großbaustelle im Norden Münchens fotografiert. Die über 300 entstandenen Aufnahmen dokumentieren den langzeitigen Wandel von einem industriell geprägten Gelände zu einer neu entstehenden Mehrfamilienwohnanlage. Doch weniger als ein genaues Protokoll ist die visuelle Topographie eines Gebietes entstanden, die sich nicht zu einem geschlossenen Bild zusammenfügt. Brohm hat sich in der Zeit zwischen 1992 und 2002 dem Motiv immer wieder mit einfacher Kleinbildkamera und Normalobjektiv, ohne Blitz und Stativ genähert. Aus dieser gelassenen und konzentrierten Haltung entstand der eindrucksvolle Werkkomplex Areal, der den Reichtum und die Vielschichtigkeit der Realität einer Großbaustelle präsentiert.

 

20 Uhr

HUNTER (1989) von Robert Frank

engl. mit dt. Untertiteln, 16 mm, s/w und Farbe,
 36 min.

 

Robert Frank (*1924) gehört zu den bedeutendsten Fotografen der Gegenwart, dessen Bilder sich durch einen dokumentarischen, sehr direkten Stil auszeichnen. Berühmtheit erlangte der gebürtige, in New York lebende Schweizer Ende der 1950er Jahre durch seine Serie The Americans, die auf schonungslose Weise soziale und rassische Spaltungen in der amerikanischen Gesellschaft festhielt, sowie durch den Film Pull my Daisy (basierend auf einem Skript von Jack Kerouac), der zum Kultfilm der Beat-Generation wurde. Am Ende der 1980er Jahre kam Frank, auf Einladung der Kulturstiftung Ruhr ins Ruhrgebiet, um seine Sicht auf Deutschland zu zeigen. Jetzt ist es der fremd gewordene Europäer, der einen amerikanischen Blick auf die Welt lenkt und zugleich der Jäger (Hunter) nach Bildern und nach etwas, was man als Wahrhaftigkeit bezeichnen könnte, ist. Joachim Brohm hat seine Vorliebe und den wichtigen Einfluss von Franks Haltung für seine Arbeit betont. In dem Zusammensehen von Ausstellung und Film lassen sich wichtige Spuren des Dokumentarischen finden, die im anschließenden Gespräch erläutert werden können.

 

5. Juli, 14.00 Uhr

Künstlergespräch mit Joachim Brohm

 

4. Juli, 19 Uhr

Eröffnung: Joacim Brohm

Eröffnung: Reinhold Krüger
Einführung: Carina Plath

 

Freitag, 20. Juni um 18.30 Uhr

Eröffnung: Chen Zen

 

Freitag, den 6.6.
, 19 Uhr

Die Reinigungsgesellschaft
spricht über Die neue Elite

Die Reinigungsgesellschaft (Henrik Mayer und Martin Keil) aus Dresden hat in Münster Gruppen befragt, die sich auf dem Feld der Nichterwerbstätigkeit engagieren. Mit welchen Zielen und Inhalten können sich Menschen, die nicht in das allgemeine Leistungsschema passen, identifizieren? Können wir Werte und Visionen entwickeln, die nicht auf Wirtschaftswachstum und Wertsteigerung basieren? Die Künstlergruppe sucht die Maßstäbe für eine neue Elite.

 

20 Uhr, Vortrag

Arbeitsmodelle III

von Dr. Michael Brater, Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung München

 

Eigenverantwortliches Handeln ist heute durch die steigende Flexibilisierung der Arbeitswelt stärker gefragt als zuvor. Die Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung berät Unternehmen und Organisationen, die die persönliche Entwicklung der Beteiligten fördern wollen. Michael Brater, Autor des Buchs Künstlerisch Handeln, beschreibt den künstlerischen Prozess als Paradigma eines offenen Handlungsprozesses, der neue Wege für die Arbeitswelt weisen kann.

 

Donnerstag, den 5.6.
, 20 Uhr

Die Arbeit von Mark Formanek wird installiert.

 

ab 21.30 Uhr

Themroc

Film von Claude Farraldo, F 1972, 110 min

 

Ein Filmklassiker mit Michel Piccoli in der Hauptrolle, der die Frage nach der Möglichkeit des Ausstiegs aus der Zivilisation und dem Lustgewinn von Anarchie stellt. Themroc macht seine Wohnung in einem Wohnsilo in Paris zur Höhle, reißt die Außenwand raus und mauert die Wohnungstür zu. Er lebt in aller Öffentlichkeit seine archaischen Bedürfnisse aus und gewinnt viele Anhänger für diese Lebensweise. Der Film ist mit seiner Maschinenstürmer-Mentalität keine ernste Sozialrevolte, obwohl er deutlich die tristen, ökonomisch geprägten Zwänge zeigt. Er spielt vielmehr mit der von uns geschaffenen Situation und karikiert die Flucht ins steinzeitliche Paradies und die anarchische Lebensweise.

 

Mittwoch, den 4.6., 
20 Uhr

Das Netzwerk Arbeit über Arbeit stellt sich vor.

www.arbeit-ueber-arbeit.de

 

Die Künstler und Architekten Stefan Krüskemper, Heidi Sadlowski und Jörg Amonat fragen in ihrer Arbeit über Arbeit nach Bedingungen heutiger Arbeit, Formen von Selbstorganisation, persönlichen Arbeitsstrategien und Arbeitsutopien. In Vernetzung mit verschiedenen anderen Interessensgruppen, Wissenschaftlern und Künstlern schaffen sie eine Plattform für die Diskussion dieser Fragen.

 

Donnerstag, der 29.5.
, 21 Uhr, Vorplatz Landesmuseum

Der Bekehrte (Zawrocony)

Film von Kasimierz Kutz, Polen 1994, OF mit dt. Untertiteln, 79 min.

 

Tomasz nimmt im Auftrag der Partei an einer Solidarnosc-Kundgebung teil, um seine Kollegen zu bespitzeln. Doch am nächsten Tag wird er selbst festgenommen: Er wurde fotografiert, als er lauthals mitgesungen hatte. "Der Film schwankt zwischen Komik und Tragik, Absurdität und Aberwitz. Kutz erzählt mit Schwung, oft an der Grenze zu Slapstick und Groteske …Präzise Szenen, stimmiges Milieu, ein wunderbarer Rhythmus und eine Kamera, die endlich mal wieder Gesichter liebt ..." Der Film erhielt 1994 den Filmpreis des Goldenen Danziger Löwen.

 

Mittwoch, der 28.5., 20 Uhr

Gérard dalla Santa (F)

Der französische Künstler Gérard Dalla Santa, zuletzt zu sehen in der wichtigen Ausstellung Des Territoires in der Ecole des Beaux-Arts in Paris, hat sich in fotografischen Arbeiten mit dem Phänomen der ästhetischen Darstellung von Arbeit beschäftigt. Er wird im Kunstverein seine neusten Werke vorstellen.

 

21 Uhr, Vosplatz Landesmuseum

The Navigators

Film, von Ken Loach, GB 2001, 
96 min.

 

Der neueste Film des bekannten britischen Dokumentarfilmers Ken Loach berichtet von fünf Männern und der Privatisierung der britischen Eisenbahn. Die Arbeiter werden vor die Wahl gestellt, entweder suchen sie sich einen neuen Job oder sie akzeptieren einen Vertrag mit schlechteren Konditionen. In der Zeit der unsicheren Jobs wird vor allem die Freundschaft der Männer auf die Probe gestellt. Der Brite Ken Loach drehte den Film nach einem Drehbuch von Rob Dawber, der 18 Jahre in einem Stellwerk in Sheffield arbeitete.

 

Freitag, der 23.5., 
20 Uhr

Dõna Carmen e.V. stellt sich vor

 

Dõna Carmen e.V. setzt sich für die Rechte und den Aufenthalt von Prostituierten in Frankfurt ein. In der Diskussion um das Arbeits- und Aufenthaltsrecht werden in diesem Bereich die Konflikte und Widersprüche der Arbeitspolitik auf besondere Weise deutlich. Die Künstlerin Silke Wagner hat deshalb Dõna Carmen eingeladen, ihre Arbeit im Rahmen von Streik vorzustellen.

 

Donnerstag, der 22.5.
, ganztags

Kunstreik – art strike

Unterbrechung der Arbeit. Künstler und Künstlerinnen sind eingeladen, mitzustreiken.

 

Das Büro bleibt geschlossen, der Ausstellungsraum wird aktiviert als Forum für Gedankenaustausch über das Verhältnis Kunst-Zeit-Geld. Läßt sich Kunst ökonomisch verstehen? Und wenn nicht, liegt es daran, dass Kunst in der heutigen politischen Debatte keinen Einfluß zu haben scheint?

 

20 Uhr

Podiumsdiskussion zu „Kunst und Geld“

Fragen nach den ökonomischen Verhältnissen der Künste sollen mit Kulturschaffenden und Politikern diskutiert werden.

 

Teilnehmende:

Rita Feldmann, 
Verwaltungsdirektorin Städtische Bühnen Münster
Carsten Gliese
, Künstler


Dr. Gail Kirkpatrick
, Ausstellungsleiterin der Städtischen Ausstellungshalle am Hawerkamp
Hery Klas
, Fraktionssprecher des Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Kulturausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses des Rats der Stadt Münster


Ewa Teilmans, 
Intendantin Wolfgang-Borchert-Theater Münster

 

Mittwoch, der 21.5., 
16 Uhr, Vorplatz Landesmuseum

Aktion mit Matthias Schamp

Der von seiner jüngsten Wir-sind-das-Bild-
Demonstration im Kunstverein bekannte Künstler Matthias Schamp wird in seiner Arbeit erneut über Manifestationsformen reflektieren. Seine Aufmerksamkeit gilt diesmal der Erscheinung des Windlochs.

 

20 Uhr

Bugpapier

In einem AutorInnen-Gespräch stellt 
sich die Gruppe Bugpapier sich und ihre Plakate 
gegen die Arbeit vor und stellt die Frage der Arbeit als Frage nach der Nicht-Arbeit.

 

Die Gruppe Bugpapier besteht aus 7 Gestaltern, die mit Plakaten die Frage nach dem, was bleibt, wenn man nicht arbeitet, stellt. Mit ihrer provokanten Strategie gebrauchen sie Aspekte des Graphic Design für Werbung für Nicht-Arbeit und Lebenswiedergewinnung.
www.bugpapier.de

 

Freitag, der 16.5., Vortrag:

Neue Arbeitsmodelle II

Dr. Christina Klenner, Referatsleiterin für Frauen und Geschlechterforschung am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung

 

Ein Forschungsschwerpunkt des WSI ist die Frage der Auswirkungen des Wandels der Arbeitsgesellschaft auf das Geschlechterverhältnis und die Bewertung der hauptsächlich von Frauen geleisteten, nicht als Erwerbsarbeit organisierten Arbeit in sozialen Bereichen (Haushalt, Kinderbetreuung, soziale Netzwerke). Christina Klenner, die informiert über aktuelle Fragen in dieser Diskussion.

 

Dritter Donnerstag: 15.5., 

17 Uhr

Erläuterungen zum Streik von Carina Plath

 

20 Uhr

Steelmill / Stahlwerk

Video von Richard Serra und Clara Weyergraf, D 1978, 26 min.

 

Der amerikanische Stahlbildhauer Richard Serra und die Kunsthistorikerin Clara Weyergraf haben diesen Film in der Heinrichshütte in Hattingen gedreht, in der Serra Stahlskulpturen bis zur Schließung des Werks 1987 anfertigen ließ. Ein stummer, eindringlicher Film, der die Kräfte der gewaltigen Maschinen in Relation zum menschlichen Maßstab setzt und die schwere physische Arbeit der Stahlwerker zeigt.

 

21 Uhr

Ofen aus

Film von Rainer Komers und Klaus Helle, D 1993, 113 min.

 

Ofen aus ist der Folgefilm zu Erinnerung an Rheinhausen vom Ende der 1980er Jahre. Die Filme sind Situationsaufnahmen des Arbeiterkampfs im Ruhrgebiet: der Kampf um den Erhalt der Krupp-Hütte und die Dokumentation des Lebens nach dem Schließen der Hütte. Die Beobachtungen, die die Filmemacher im zweiten Film machten, gerieten auch zu einer Studie über Deutsche und Türken, über zwei unterschiedliche Kulturen und Grade der Entwurzelung.

 

Mittwoch, der 14.5., 
20 Uhr

give & take

Münsters erste Zeit-Tauschbörse stellt sich vor

 

Was passiert, wenn Arbeitszeit nicht mehr Geld bedeutet? Bei der Tauschbörse kann jeder seine Fähigkeiten gegen andere tauschen und ein Zeitkonto einrichten. Was benötigen Sie und was wollen Sie anbieten? Elektriker gegen Nachhilfe, Tanzunterricht gegen Urlaubsbegleitung, in Münster gibt es viele Möglichkeiten. Die Tauschbörse stellt sich vor und lädt zu einem Interessenaustausch ein.

 

Freitag, der 9.5., 
20 Uhr, Vortrag:

Neue Arbeitsmodelle I

Sebastian Brandl, Diplom-Sozioökonom, Wirtschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

 

Sebastian Brandl und Eckart Hildebrandt haben sich eingehend mit der Zukunft der Arbeit beschäftigt und plädieren für eine Erweiterung des Arbeitsbegriffs über die Erwerbsarbeit hinaus. Aktuellen Tendenzen der Entgrenzung von Arbeitsplatz und –zeit wird mit einem Modell der Mischarbeit und Nachhaltigkeit begegnet, das auch zu einer ökologischen und sozial verträglichen Gesellschaftsentwicklung beitragen soll.

 

Donnerstag, der 8.5., 
20 Uhr

Dr. Erich Franz spricht zu Franz Radziwills Bild Der Streik (1931)

Eines der beliebtesten Bilder des Landesmuseum ist das neusachliche Bild des Malers Franz Radziwill. Dr. Erich Franz erläutert kurz die Hintergründe und die Geschichte des Bildes.

 

21 Uhr, Vorplatz Landesmuseum

Aufstand der Fischer

Film von Erwin Piscator, UDSSR 1934, 88 min.

 

Ebenfalls in den 1930er Jahren entstand dieser Film von Piscator, dem Theaterrevolutionär der 1920er Jahre, der sich die Montagetechniken von Eisenstein zunutze machte. Der Film zeichnet sich durch seine starke Expressivität aus, mit der der Regisseur den Streik der Fischer inszeniert. Ein historisch interessanter Film mit vier Jahren Entstehungszeit, der mit geschlossenen Reihen von Bürgern und Proletariern endet, sich von der nationalsozialistischen Arbeiterpartei jedoch abgrenzt.

 

Mittwoch, der 7.5., 
20 Uhr

Datenstrudel

Datenstrudel
(Jörn Hintzner, Jakob Hüfner) stellt vor:
 
Sonnendeck 2001, Musik: PeterLicht, Regie: Datenstrudel, 3 min. 20 sek. und
 Lichtbildvortrag Nächtliche Büroschmarotzer, Fotos: Bernd Schuller

 

Datenstrudel wurde 2000 als Experimentierfeld von Filmemachern, Künstlern, Fotografen und Autoren gegründet, um einmal monatlich eine interaktive Liveshow im Internet zu streamen. Neben diesen Livestreams entstanden Musikvideos und Fotoarbeiten. Die Gruppe stellt im Kunstverein das bekannte Musikvideo Sonnendeck vor und berichtet im Vortrag über eine kuriose Erscheinung der Arbeitswelt, eine Spezies, die sich nachts Büros im öffentlichen Raum erobert.

 

Freitag, der 2.5., Villa ten Hompel

Gedenken an den Sturm auf die Gewerkschaftshäuser am 2.Mai 1933

 

Donnerstag, der 1.5.
, 11 Uhr, Rathausinnenplatz

Hinweis: Maikundgebung! Podium

 

13 Uhr

Offene Diskussion mit Frau Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung

 

Mittwoch, der 30.4., 19 Uhr, Cinema

Like Father

von The Amber Production Team, GB 2001, 94 min.

 

25. April, 19 Uhr

Fragenstellung

Warum veranstaltet der Kunstverein ein Projekt wie Streik? Welche Fragen stehen hinter diesem Vorhaben? Die Direktorin des Westfälischen Kunstvereins, Carina Plath, stellt die Fragen, von denen das Projekt ausgeht und die es begleiten sollen.

 

20 Uhr, Film:

Streik (Stachka) von Sergei Eisenstein

UDSSR 1924, 81 min., Stummfilm

 

Ein Anfangspunkt: Der erste Film von Sergei Eisenstein, des berühmten Regisseurs von Panzerkreuzer Potemkin zeigt die Nähe von künstlerischer Avantgarde und Arbeiterkampf zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der klassische Film wird im Ausstellungsraum des Westfälischen Kunstvereins im Rahmen der Eröffnung vorgeführt.

 

Dritter Donnerstag: 20. März, 17 Uhr

Führung durch die Ausstellung

Michel François mit Carina Plath

 

20 Uhr

Werkgespräch mit der Künstlerin Eva-Maria Kollischan

Der Westfälische Kunstverein ist an diesem Tag bis 22 Uhr geöffnet. Das neue café arte im Landesmuseum bleibt für uns bis 23 Uhr offen.

 

15. Februar, 14 Uhr

Künstlergespräch mit Michel François

 

14. Februar, 19 Uhr

Eröffnung: Michel François

Eröffnung: Prof. Dr. Arnt-René Fischedick
Einführung: Carina Plath

 

Sonntag, 9. Februar, 11.00 Uhr im Schloßtheater

Videos von Artur Zmijewski

 

Sonntag, 26. Januar, 11.00 Uhr im Schloßtheater

„Einstürzende Neubauten“

von
 Beatrice Schaechterle

 

„Sportfrei“

von Anna Klamroth

 

Sonntag, 19. Januar, 11.00 Uhr im Schloßtheater

„Shoes for Europe“

von Pavel Braila

 

„Two Villages“

von Alina Mungiu-Pippidi

 

Sonntag, 12. Januar, 11.00 Uhr im Schloßtheater

Videos von Ene-Liis Semper


Jahr

2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000

 

 

2009

 

16. Mai — 26. Juli 2009

Peggy Frank
In Rocking Motion

 

 

17. Juni um 19 Uhr, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Vortrag Jan Verwoert,
"Was heißt denn hier Handeln?"

 

 

26. Juli um 19 Uhr

Finissage am Sonntag,
Künstlergespräch mit Peggy Franck

 

 

27. Mai / 24. Juni / 22. Juli jeweils 18 Uhr

Führungen mit Katja Schroeder

 

 

Mittwochs 18 Uhr

Öffentliche Führungen

 

 

11. September — 15. November 2009

Flüchtige Zeiten

 

 

31. Oktober, 12 – 18 Uhr, Ort: N. N.

„Wo wenn nicht jetzt?“

Symposium

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Symposium in Zusammenarbeit mit der AZKM (Gastkurator: Christoph Platz) und dem Kulturamt der Stadt Münster statt. Thematisch befasst sich die Veranstaltung in Form von Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit der Frage nach der Bedeutung des Ortes für die Kunst sowie mit temporären Strategien des Ausstellungsmachens.

 

Flüchtige Kultur

Vortragsreihe

 

Im Hinblick auf die Ausstellung wurde ein Vortrags- und Diskussionsprogramm entwickelt, welches an das Thema anknüpfend unterschiedliche Aspekte der Stabilität und Flüchtigkeit von Kultur theoretisch verhandelt.

 

 

7. April, Westfälischer Kunstverein, Domplatz 10

Astrid Wege

European Kunsthalle, Köln

 

 

23. April, Kunstakademie, Leonardocampus, Hörsaal

Gudrun Bott

Künstler- und Ausstellungshaus Schloss Ringenberg

 

 

17. Juni, Villa, Kaiser-Wilhelm-Ring 9

Jan Verwoert

Autor und Kunstkritiker, Berlin

 

 

3. September, N. N.

Kasper König

Museum Ludwig, Köln

 

 

22. September, Stadthauskantine, Stadthaus 1

Susanne Gaensheimer

MMK, Frankfurt am Main

 

Nicolaus Schafhausen

Witte de With, Rotterdam / Kurator deutscher Pavillon
Venedig Biennale 07/09

 

 

29. Oktober, Verwaltungsgebäude, Herwarthstr. 8

Helmut Draxler

Merz Akademie, Stuttgart

 

 

11. November, N.N.

Catrin Lorch

freie Kunstkritikerin

 

Axel John Wieder

Künstlerhaus Stuttgart

 

Die Vortragsreihe wird gefördert mit freundlicher Unterstützung von der Kulturstiftung der Sparkasse Münster.

 

 

4.—19. April 2009

Kehraus
Abschied von stabilen Wänden

 

 

Freitag, 3. April, 19 Uhr

Eröffnung

 

20 Uhr

Messieurs Delmotte (Performance)

 

12 X Red Wine (un/performance) – Act of Services, lautet der Titel der Arbeit des belgischen Künstlers Messieurs Delmotte. In einer zehnminütigen Live-Performance bildet er selbst auf einem Podest das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Titel ist Programm: in dem er 12 Rotweinflaschen elegant und brachial zugleich leert. Die Multimedialität, die sich durch Delmottes Arbeiten zieht, wurde bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vorgestellt. Video, Fotografie, Installationen und Performances bilden ein weites Spektrum an Werken, das von seiner Liebe zur Gefahr und seiner kompromisslosen und gleichzeitig charmanten Art profitiert.

 

 

Samstag, 4. April, 19 Uhr

Kehraus

(Dokumentarfilm, 1990, 30')

 

Kehrein, Kehraus

(Dokumentarfilm, 1997, 70')

 

1990 entstand die Dokumentation Kehraus über Straßenfeger in Leipzig. Kurz nach der Wende zeigt er ein raues Bild deutscher sozial-politischer Realität. 1996 kehrt Kroske mit dem Film Kehrein/Kehraus zurück und dreht schließlich weitere zehn Jahre danach 2006 den Film Kehraus, wieder. Die Filmreihe hat sich zu einer Langzeitbeobachtung entwickelt, ohne dass dies die grundsätzliche Idee beim ersten Film war. Die drei Filme stellen dennoch eine eindringliche Dokumentation einer Lebensrealität dar, die soviel Geschichte wie Gegenwart in sich trägt.

 

Gerd Kroske, geboren 1958 in Dessau, ist Dokumentarfilmregisseur. Von 1987-1991 war er als Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio tätig. Eigene Regiearbeiten entstanden ab Herbst 1989. Seit 1991 arbeitet er unabhängig als Autor und Regisseur. Seit 1996 ist er Produzent von realistfilm.

 

 

Sonntag, 5. April, 19 Uhr

Hans-Christian Dany
liest aus seinem Buch Speed

(erschienen 2008, Edition Nautilus)

 

 

Dienstag, 7. April, 19 Uhr

Vortrag: Astrid Wege

European Kunsthalle Köln

 

Astrid Wege, Kuratorin und Publizistin, ist seit Herbst 2007 Mitglied der Programmleitung der European Kunsthalle. Lanciert als Projekt einer Kunsthalle für Köln zunächst ohne eigenen Raum, verortet sich die European Kunsthalle seit Sommer 2008 in einer temporären Raumstruktur von Dorit Margreiter im öffentlichen urbanen Raum auf dem Kölner Ebertplatz. Unter dem programmatischen Titel „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ findet dort mit innovativen Ausstellungsformaten eine konzeptuelle Erweiterung des Modells Kunsthalle statt. „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“ zielt auf einen kommunikativen Austausch zwischen Kunst und Publikum und begreift sich als Handlungsraum, in dem durch und mit Kunst Öffentlichkeit entsteht – Fragestellungen, die von zentraler Bedeutung sind für eine Institution zeitgenössischer Kunst und Gegenstand auch von Astrid Weges Präsentation im Westfälischen Kunstverein.

 

 

Donnerstag, 9. April, 19 Uhr

Kehraus, wieder

(Dokumentarfilm, 2006/07, 99'30'') Regie: Gerd Kroske

 

 

Freitag, 17. April, 21 Uhr

Freihaus ms im Westfälischen Kunstverein

 

Hammerhaus

audio-visuelles Konzert

 

Hanfreich

beats & loops

 

Laurenz Theinert

visual piano

 

Am Grenzbereich zwischen Geräusch und Musik, machen Hammerhaus aus Stuttgart Klangkunst, die den Raum sowohl visuell als auch akustisch vereinnahmt. Hanfreich, der musikalische Kopf von Hammerhaus, mischt minimalistische und experimentelle elektronische Sounds zu Club-Beats, die in enger Verbindung zu der visuellen Ästhetik des Lichtkünstlers Laurenz Theinert steht. Mit seinem Visual Piano erzeugt er grafische Elemente in Echtzeit, eine Inszenierung aus dynamischen Linien, Flächen und Farben.

 

 

Samstag, 18. April, ab 21 Uhr

Abschlussparty

 

21 Uhr

Michele Di Menna

Performance

 

22 Uhr

Sandra Kranich

Feuerwerk

 

Die Arbeit von Sandra Kranich hat einen zeichnerischen Ausgangspunkt, der durch die Übersetzung in ‚Feuerwerksskulpturen’ eine eigenständige Form findet. Meist existieren ihre Installationen nur für wenige Momente und haben performativen Charakter. Am vorletzten Abend des Programms wird Sandra Kranich zum Abschied in den Räumen des Westfälischen Kunstvereins ein Feuerwerk inszenieren. Diese Arbeit entsteht in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jochem Hendricks.

 

22-2 Uhr

Baba Electronica & DJ Lonely

(Baile Funk, Baltimore, Kuduro, Detroit, Kwaito, TechnoBrega, Acid House, Noise Funk, Stripper Techno and other sleazy styles...)

 

 

Sonntag, 19. April, 20 Uhr

Aki Takase & Silke Eberhard
Ornette Coleman Anthology

Konzert

 

Silke Eberhard

Altsaxophon, Klarinette, Bassklarinette

 

Aki Takase

Klavier

 

Zum Abschluss noch einmal ein Höhepunkt. Mit der seit 1987 in Berlin lebenden japanischen Pianistin Aki Takase präsentiert der Jazzclub im Westfälischen Kunstverein eine Klassikerin des modernen Jazz. Einerseits steht die 1948 in Osaka geborene Takase mit ihren Projekten und Eigenkompositionen an vorderster Front der aktuellen Jazzentwicklung, andererseits verbindet sie ihre intensive Beschäftigung mit musikalischen Vorläufern (u.a. CD-Aufnahmen der Musik W.C. Handys, Fats Wallers, Eric Dolphys) in das Zentrum der Jazztradition. Vor drei Jahren hat sie sich nun mit der jungen Saxophonistin und Klarinettistin Silke Eberhard zusammengefunden, um die frühen Werke des Jazz-Innovators Ornette Coleman neu zu interpretieren. Silke Eberhard gilt ihrerseits als eine der vielversprechendsten Musikerinnen ihrer Generation. Seit 2000 ist sie auf internationalen Bühnen unterwegs und überzeugt mit großartigen Veröffentlichungen unter eigenem Namen (z.B. Silke Eberhard Trio „Being“, JWO 27). In ihrer Zusammenarbeit gelingt es den beiden Musikerinnen sowohl die geheimnisvolle Schönheit der Musik Colemans als auch ihre eigene Kreativität in den Vordergrund zu stellen. Eine faszinierende Reise in den Kosmos einer Jazzlegende und zugleich die Entdeckung eines traumwandlerischen Duos im Hier und Jetzt.

 

 

2008

 

12. Oktober — 23. November 2008

Alexander Wolff
Fragmente der Geschichte
für Sie zur Wiederholung
als Performance

 

 

11. Oktober, 19 Uhr

Eröffnung

Live-Musik von Golden Neuss
Begrüßung: Reinhold Hoeps
Einführung: Carina Plath

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 16. Oktober
, 18.30 Uhr

Führung durch die Ausstellung

 

 

DRITTER DONNERSTAG: 20. November
, 18.30 Uhr

Filmabend The Creative Act

Christian Mayer/Alexander Wolff: 
Exhibition For An Art Lover (2005)
Heimo Zobernig: de nada (1981)
Adriana Lara: Art Film 1: 
Ever present yet ignored (2006)
Mandla Reuter: Tearstick (1999)

Nils Norman/Stephan Dillemuth: 
Headshots at an Art Opening (2008)

Judith Hopf: Hey Produktion (2001)

Sean Snyder: Exhibition (2008)
Falke Pisano: Chillida (Forms and Feelings) (2006)
Paul McCarthy: Painter (1995)