2013, 2012, 2011, 2010, 2000-2009, 1990-1999, 1980-1989, 1972-1979

 

 

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Platz – Kneer – Elgart – Klare Ensemble


Jan Klare – Saxophone

Jeff Platz – Gitarre

Mainrad Kneer – Bass

Bill Elgart – Drums

 

Die Schnittstelle zwischen der Münsteraner Szene und der internationalen Jazzwelt hat einen ­Namen: Jan Klare. Ein Glücksfall für die Stadt und ein Segen für ihre neugierigen, musikbegeisterten Bewohner. Denn Jahr für Jahr kombiniert der 49jährige Saxophonist und Komponist seinen unerschöpflichen Ideenreichtum mit seinen vielfältigen Kontakten und initiiert hochgradige musikalische Situationen, an denen man weder vorbei kommen kann, geschweige denn will. So hat der Kunstverein in den letzten Jahren immer wieder versucht einige dieser Projekte in der Heimatstadt des Künstlers zu präsentieren. Und auf den Mann ist verlass. Egal ob mit dem „Bösen Ding“, dem „Dorf“ oder „1000“, stets lieferte Klare hochaktuelle Musik, Jazz im weitesten Sinne, aber mit tiefen Einflüssen aus dessen musikalischen Nachbarschaften. So freut sich der Westfälische Kunstverein, dass er, nach erfolgreich überstandener Sommerpause, für die Wiederaufnahme seiner Jazzreihe das PKEK ENSEMBLE zu Gast hat, eine neue Band, in der Klare sich mit den beiden Amerikanern Bill Elgart und Jeff Platz sowie dem deutschen Bassisten Meinrad Kneer um die Belange des zeitgenössischen Jazz kümmert. Und diese Kollegen haben es in sich. Der 1942 geborene Schlagzeuger Bill Elgart, einst Schüler des großen Dave-Brubeck-Drummers Alan Dawson, verdient besondere Aufmerksamkeit. Er spielte in den 60er Jahren in den USA mit den Großen des modernen Jazz (u.a. Carla und Paul Bley, John Tchicai, Gary Peakock, Sam Rivers) bevor Europa in den späten 70er Jahren zum Ausgangspunkt seiner Aktivitäten machte und hier seitdem die musikalische Landschaft mit seiner intensiven Arbeit bereichert (mit Kenny Wheeler, Sheila Jordan, Charlie Mariano und vielen anderen mehr).

 

Im Pressetext der Band heißt es: Das PKEK Ensemble „…bietet eine einzigartige, frische Perspektive auf die Andersartigkeit amerikanischer und europäischer Schulen bezüglich moderner improvisierter Musik und greift auf einen riesigen individuellen Erfahrungsschatz zurück.“

 

Hot Jazz Club, Hafenweg 26, um 20:00 Uhr

 

 

Sonntag, 2. Mai 2010, 20 Uhr

Lily Dahab Projekt feat. Quique Sinesi

Jazz – Tango – Bolero


Lili Dahab – Gesang
Quique Sinesi – Gitarre
Bene Aperdannier – Klavier
Andreas Henze – Bass
Topo Gioia – Percussion


“Jazz-Tango-Bolero” heißt es im Untertitel und damit sind die drei tragenden Säulen der Musik der argentinischen Sängerin Lily Dahab schon einmal auf den Punkt gebracht. Gebürtig in Buenos Aires lebt die vielseitige Dahab nach langem Aufenthalt in Barcelona inzwischen in Berlin. In ihren frühen Jahren als Sängerin begann sie eine Musicalkarriere (verhalf ihr u.a.  zu einer Rolle in allan Parkers „Evita“-Verfilmung mit Madonna) entdeckte aber zugleich ihre Liebe zu Tango und Bolero. In ihrer aktuellen Band verbindet sie die traditionellen Musikformen ihrer Heimat mit der Offenheit und Improvisationsfreudigkeit des Jazz. Dabei hat sie Kollegen zur Verfügung, die dieses musikalische Abenteuer auf höchstem Niveau mit ihr vorantreiben können. Ihr Landsmann Quique Sinesi ist einer der Top-Gitarristen Südamerikas. Seine Arbeit mit dem Pablo Ziegler, Astor Piazzollas Pianist von 1978-1989, und mit der Saxophonlegende Charlie Mariano hat auch hierzulande schon für Begeisterung gesorgt. Pianist Bene Aperdannier, im Jazz ebenso zu Hause wie in der Welt der Songs und mittlerweile einer der profiliertesten Gesangsbegleiter des Landes, Bassist Andreas Henze (u.a. Lee Konitz, Berliner Ensemble) und Perkussionist Topo Gioia (Giora Feidman, Mikis Theodorakis, Lalo Schifrin) vervollständigen das Quintett. Ein toller Gesangsabend mit einer mitreißenden Band steht bevor.

Und das alles vor einer einmaligen Kulisse. Denn der Kunstverein kehrt mit diesem Konzert zurück zu seinen räumlichen Wurzeln: in den Altbau des Landesmuseums. War es zuletzt die barocke Kunst Schlauns, die den musikalischen Genuss im Erbdrostenhof abrundete, so ist es diesmal die gewaltige, angestrahlte Südfassade des Paulusdoms, die für eine beeindruckende visuelle Komponente sorgt.

 

Landesmuseum, Domplatz 10, 2. OG

 

 

12. März 2010, 20 Uhr

Gunter Hampel Quintett

Gunter Hampel, Vibraphon, Bassklarinette
Johannes Schleiermacher, Tenor Saxophon
Ingo Marmulla, Gitarre
Andreas Lang, Bass
Bernd Oezevim, Schlagzeug


Der Westfälische Kunstverein freut sich, mit dem Vibraphonisten und Bassklarinettisten Gunter Hampel eine der großen Persönlichkeiten des modernen Jazz in seiner Konzertreihe präsentieren zu können.
„51 years on tour around the world! 1958-2009” Dieses Statement begrüßt den Gast, der sich auf Gunter Hampels  Internet-Homepage über aktuelle Aktivitäten des mittlerweile zweiundsiebzigjährigen Ausnahmekünstlers informieren will. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2010 und Gunter Hampel befindet sich im zweiundfünfzigsten Jahr seiner Weltreise. Diese führte auf unzählige Bühnen sämtlicher Kontinente und zu fantastischen musikalischen Begegnungen die auf mehr als einhundert CDs dokumentiert sind. Gunter Hampel ist ein Phänomen der Jazzhistorie. Er spielte früh mit Bebobgrößen wie Johnny Griffin, Milt Jackson und Dizzy Gillespie. Von 1969 bis 1992 lebte er in New York und gründete die berühmte Galaxy Dream Band, mit der ihm eine Aufsehen erregende Synthese des europäischen mit dem amerikanischen Jazz gelang. 1978 gewann er den Down Beat Critics Poll als bester „New Star Vibraphonist“. All seine musikalischen Meriten aufzuzählen wäre ein Projekt gewaltigen Ausmaßes. Seine Partner hießen Don Cherry, Cecil Taylor, Pharoah Sanders, Bill Frisell etc pp. Zurück in Deutschland macht ihn seine Zusammenarbeit mit Jazzkantine einem neuen Publikum bekannt. Und immer noch gilt, Gunter Hampel macht mit all seinen Duo-, Trio- oder größeren Bandprojekten aufregende, lebendige und zeitlose Jazzmusik.
Das Konzert wird wieder im barocken Prachtsaal des Erbdrostenhofes stattfinden und somit im doppelten Sinne ein besonderes Ereignis darstellen.

Freitag, 12.03.2010, 20 Uhr, Erbdrostenhof, Salzstraße 38

 

 

28. Januar 2010, 20 Uhr

SONIC FINDER

Matthias Schubert (sax), Andresa Willers (git), 
Wilbert de Joode (b),
Gerry Hemingway (dr)

Wir freuen uns, das diesjährige Jazzprogramm des Westfälischen Kunstvereins an einem besonderen Ort starten zu können und möchten Sie am 28. Januar ganz herzlich in den Erbdrostenhof einladen. Auch in diesem Jahr sind wir wegen des Umbaus des Landesmuseums dazu gezwungen, die Konzerte in wechselnden Lokalitäten zu veranstalten. Im vergangenen Jahr waren dies der Hot Jazz Club am Hafen sowie der Konzertsaal der Musikhochschule Münster. Wir freuen uns sehr, dass uns für die nächsten beiden Termine die Räumlichkeiten des Erbdrostenhofes in der Salzstraße zur Verfügung stehen. So hat die „Reise“ der Jazzreihe auch etwas Gutes, stets haben wir die Möglichkeit die Musik in einer neuen Umgebung genießen zu dürfen. Diesmal sind es also die Säale des barocken Baus des Freiherrn von Droste zu Fischering die mit den Klängen unserer geschätzten Musik konfrontiert werden. Sicherlich eine zusätzliche Attraktion für die traditionsreiche Jazzreihe.
Hinter dem Quartett „Sonic Finder“ verbirgt sich eine international hochkarätig besetzte Band, die sich zwei Grundgedanken des Jazz, Experiment und Wagnis, verpflichtet fühlt. Jedes der vier Bandmitglieder steht für hoch spannende und energetische, aber auch wohl überlegte und fein abgestimmte Musik. „Sonic Finder“ stellt ein Spitzentreffen der europäischen und amerikanischen Szene dar. Die Musiker aus Berlin, New York und Amsterdam bringen einen enormen Erfahrungsschatz aus improvisierter Musik, Jazz und anderen Musikstilen in dieses Projekt ein. Die Berliner Andreas Willers (Gitarre) und Matthias Schubert (Saxophon) zählen zu den kreativsten Köpfen des europäischen Jazz. Schubert war u.a. Mitglied des Albert Mangelsdorff Quintetts, Willers arbeitete mit Paul Bley, Enrico Rava und David Murray zusammen. Der niederländische Bassist Wilbert de Joode ist auf CDs mit Ken Vandermark, Misha Mengelberg und Roswell Rudd zu hören. Gerry Hemingway zählt seit den späten 70er Jahren zu den wichtigsten amerikanischen Drummern (u.a. mit Ray Anderson, Anthony Braxton, Reggie Workman).

Donnerstag, 28.1.2010, 20 Uhr, Erbdrostenhof, Salzstraße 38